Freitag, 21. November 2014

Die fünf Zutaten eines Erlebnisses

Heute widmen wir uns einem sehr spannenden Thema aus der Eventbranche. Ausschlaggebend für diese Themenwahl war ein sehr interessantes und lehrreiches Referant von Samuel Röthlisberger,  Creative Director bei Habegger AG

Habegger ist eine Unternehmung, welche in der Eventbranche tätig ist. Sie entwickelt kreative technische Konzepte für die Inszenierung von Events und interaktiven Lösungen. Mit 130 Festangestellten und für über 500 Kunden realisiert Habegger jährlich 1'500 Projekte - zuverlässig und stets qualitativ hochwertig.

Miss Schweiz Wahl 2014 - inszeniert by Habegger

Heutzutage sollte praktisch alles zu einem Erlebnis werden, es gibt Erlebnismessen, Erlebnisgastronomie, Erlebnisparks usw. Ein Erlebnis kann man inszenieren, doch was genau macht ein Erlebnis eigentlich aus? Um dies zu beantworten, schauen wir uns nun die fünf Zutaten eines Erlebnisses an:

Emotionen
Um ein Erlebnis zu inszenieren, müssen Emotionen aufgebaut werden. Bevor man diese Emotionen aufbaut, muss man sich zuerst einmal fragen, wer eigentlich die Zielgruppe ist und welche Botschaften dieser Zielgruppe vermittelt werden sollen? Ist man sich dessen bewusst, kann man anhand der Nutzung unserer fünf Sinne (Sehen, Hören, Fühlen, Riechen und Schmecken) diese Emotionen vermitteln.

Spannung
Es gibt praktisch kein Erlebnis ohne Spannung. Dabei spielt die sogenannte "Spannungskurve" eine sehr wichtige Rolle, sei es bei Büchern, Filmen oder auch Events. Der Anfang (Prolog) einer Story ist dabei genau so wichtig, wie das Ende (Epilog). Der Höhepunkt sollte im letzen Drittel stattfinden. Bei Präsentationen ist es laut Samuel Röthlisberger beispielsweise empfehlenswert, dem Publikum eine persönliche Geschichte zu erzählen um so Spannung aufzubauen.

Risko
Wenn etwas im Nachhinein als Erlebnis angesehen wird, dann gehörte meistens auch eine kleine Portion Risiko dazu. Ein gutes Beispiel hierfür ist RedBull Stratos. Um dieses Erlebnis zu inszenieren gehörte - in diesem Fall eine grosse Portion - Risiko dazu.

Mensch
Der Mensch muss in einem Erlebnis in Interaktion treten, denn so wird das Erlebte noch viel spezieller. Bei grösseren Events wird beispielsweise auf eine spezielle Sitzordnung geachtet, um so mit anderen Menschen in Kontakt zu treten. Wie kann eine solche Interaktion mithilfe von digitalen Instrumenten hergestellt werden? Beispiel Generalversammlung einer grosser Unternehmung: Vielfach werden heute Apps benutzt, um für die Besucher eine Interaktion herzustellen. Der Begriff Second Screen wird dabei immer wie wichtiger. Dies wird im Moment bei der SRF TV-Show "Kampf der Orchester" benutzt. Schaut euch dieses Video an, um zu sehen wie so eine "Second Screen-Strategie" funktionert:


Spuren
Zum Schluss müssen Spuren oder sogenannte Ankerpunkte gesetzt werden um eine Erinnerung an das Erlebte aufrecht erhalten zu können. Nach Events werden den Teilnehmern beispielsweise Fotos gesendet oder Give-awys mitgegeben. Das "Bändeli" von Fesitvals und Openairs ist auch ein klassisches Instrument um Erinnerungen an das Erlebte aufrechtzuerhalten. Sie werden häufig noch Wochen nach dem Event am Handgelenkt getragen. Ankerpunkte müssen jedoch nicht nur physisch sein sondern können auch im Kopf des Menschen geschehen. Dabei spielt das Storytelling eine sehr wichtiger Rolle. Wir haben dazu schon in einem früheren Blog-Post berichtet.

Keine Kommentare:

Kommentar posten